Coole Erfahrung bei schwierigen Bedingungen

Peter Maurer • 22. April 2025

Endurance-Debüt für Maximilian Kofler im regnerischen Le Mans

Sein Debüt auf der Langstrecke gab am vergangenen Wochenende Maximilian Kofler im Yamaha-Team von Pitlane Endurance #86 bei den 24-Stunden von Le Mans. Nachdem die französische Equipe lange in den Toprängen der Superstock-Klasse lag, beendete ein Sturz die Hoffnungen auf ein Topergebnis. Nach einer längeren Reparatur beendete das Team rund um den österreichischen Debütanten auf Platz 36.

"Grundsätzlich war es eine richtig coole Erfahrung, auch wenn die Bedingungen für mein Debüt alles andere als einfach waren. Speziell in den ersten 15 Stunden des Rennens kam es immer wieder zu Regenschauern und es gab genug Stürze bei den 53 Teams", berichtete Kofler, der erstmals in ein so langes Rennen ging.

In der Qualifikation schlug sich der Oberösterreicher, der seit dem Vorjahr in der Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM) auf einem Yamaha-Superbike unterwegs ist, ganz wacker, beendete seine Qualifikationssessions auf den Rängen sieben und acht. Am Ende startete er mit seinen Teamkollegen Luca de Vleeschauwer, Kenny Koskinen und Samuel Biron von Rang 25 in das 24-Stunden-Rennen.

Wie schwer die Bedingungen für die 53 Teams waren zu Beginn des Rennens, zeigten viele Stürze. Auch die Topteams kamen nicht ohne Zwischenfälle durch die ersten Stunden, wurden teilweise sogar weit zurückgeworfen aufgrund der Reparatur-Stopps. Als zweiter Fahrer seiner Teams übernahm Kofler dann das Motorrad in den Abendstunden und absolvierte gleich einen Doppelstint, was bedeutet, dass der Fahrer nach einem Tankstopp noch einen weiteren Turn von mehr als 45 Minuten absolviert.

Im ersten Teil des Rennens hatte der 24-Jährige noch etwas mit der Abstimmung zu kämpfen, in seiner zweiten Ausfahrt dann in der Nacht kam er immer besser auf Schwung. "Vor allem in der Nacht hat es richtig Spaß gemacht", erinnerte er sich. Als Kofler das vierte Mal die Yamaha übernahm, kam er im Dunlop-S zu Sturz. "Es war komisch, denn auf den Daten hat man gesehen, dass ich nichts anderes gemacht habe als die Runden davor", erklärte er.

Der Sturz, den Kofler glücklicherweise unverletzt überstand, hatte aber schwerwiegende Folgen für das weitere Renngeschehen, denn die Maschine musste vom Team völlig auseinandergenommen werden und stand fast zwei Stunden in der Box. "Die Jungs haben da echt einen Topjob gemacht, sogar die Schwinge getaucht, aber die Elektronik leider nicht mehr hinbekommen", schilderte der Oberösterreicher. Das französische Team entschied sich, auch wegen des wieder aufkommenden Regens dann dazu, das Rennen erst in den letzten fünf Minuten wieder fortzusetzen, um ein Ergebnis im ersten Lauf der Endurance-Weltmeisterschaft anzuschreiben.

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