Maximilian Kofler fährt WM 2020 für CIP-GREENPOWER

Peter Maurer • 25. September 2019

KTM-Pilot erhält Vertrag für Moto3-Weltmeisterschaft 2020

Vor zehn Jahren fuhr mit Michael Ranseder letztmals ein österreichischer Motorradrennsportler letztmals eine vollständige Saison in der Motorradweltmeisterschaft. Die lange Wartezeit hat für die starke, rot-weiß-rote Fanbasis nun ein Ende, denn der aus Attnang-Puchheim stammende Maximilian Kofler wird 2020 fix in der Moto3-Weltmeisterschaft an den Start gehen.

Der Oberösterreicher unterschrieb einen Vertrag beim französischen Team CIP-GREENPOWER für das kommende Jahr. Vor drei Jahren wechselte Kofler vom Supermoto-Sport auf die Straße, fuhr im Northern European Cup, der Italienischen Moto3-Meisterschaft und von 2018 bis jetzt in der Junioren-Weltmeisterschaft. Vier WM-Starts absolvierte er als Wildcard-Pilot bisher. Nun warten ab dem Saisonauftakt in Katar im März 2020 20 Rennen auf den 19-Jährigen.

"Ich bin mega happy, dass es jetzt geklappt hat. Mit der Unterstützung von KTM, meiner Eltern und meiner Sponsoren ist es nun zur Entscheidung gekommen, dass wir 2020 das Projekt Weltmeisterschaft angehen werden", berichtete Kofler, der in den letzten drei Jahren die rot-weiß-roten Farben bei vier Wildcardeinsätzen, drei in Spielberg und einen in Silverstone vertrat.

"Ich freue mich riesig auf die Rennen, die nun auf mich zukommen und auf alles, was die WM so bietet", blickte er voraus. Für den Schüler der HAK1 in Wels wartet ein anstrengendes Jahr, auch neben dem Sport, geht es für ihn auch in Richtung Matura: "Das alles unter dem Hut zu bringen wird eine Herausforderung, aber eine, auf die ich sehr brenne." Über seinen Vater Klaus kam er zum Sport. Dieser absolvierte selbst Motocross, Supermoto und auch Straßenrennen. Somit wuchs Maximilian und auch dessen jüngerer Bruder Andreas, der ebenfalls mit seinen 15 Jahren schon Rennen bestreitet, in der Boxengasse auf.

Sein neues Team CIP-GREENPOWER (Centre International de Pilotage) stammt aus dem Süden Frankreichs und fährt seit 2006 in der Weltmeisterschaft. 2010 gewann der Japaner Shoya Tomizawa das erste Rennen für die Equipe von Alain Bronec, der selbst mehrere Jahre in der WM fuhr. Seitdem standen die Fahrer der Mannschaft mehrere Male am Podium, zuletzt gelang dies dem Südafrikaner Darryn Binder in Argentinien in der aktuellen Rennsaison der Moto3.

Mit dem Italiener Maurizio Cambarau erhält Kofler einen erfahrenen Crew Chief, der auf viele Jahre in der WM zurückblicken kann. Als Riders Coach fungiert bei der französischen Equipe ein ehemaliger Konkurrent seines Vaters Klaus. Max Sabbatani wurde 1998 Europameister, fuhr danach bis 2004 in der Weltmeisterschaft und kümmert sich nun um die Fahrer des Teams. Beheimatet ist das Team in Alés in Okzitanien, nördlich von Montpellier.

"Wir freuen uns, dass wir Maximilian in unserem Team für 2020 willkommen heißen dürfen. Wir wollen unsere jungen Fahrer zu ihren Höchstleistungen führen und wir hoffen, dass er sich in unserem Team weiterentwickelt. Er wird sicher nicht nur von unserer technischen Erfahrung und der von KTM profitieren, sondern auch von Darryn Binder, der ihm als Teamkollege zur Seite steht", erklärte Alain Bronec, Teamchef des CIP-GREENPOWER Rennstalls.

EN: Maximilian Kofler gets Moto3 World Championship contract

Ten years ago, Michael Ranseder was the last Austrian rider, who completed a full season in Motorcycle World Championship. The long waiting for the Austrian fans is now over, because Maximilian Kofler will be riding 2020 at Moto3 World Championship.

The young Upper-Austrian from Attnang-Puchheim signed a contract for a full season ride at French Team CIP-GREENPOWER for 2020. Three years ago, Kofler changed from Supermoto to road racing, participated at Northern European Cup, Italian Moto3 Championship and from 2018 onwards at the Moto3 Junior World Championship. He entered four times as a Wild Card rider in Moto3 World Championships. Next year he will ride 20 races beginning with the first round at Katar in March 2020.

“I’m really stoked, that it really worked out. Thanks to the support of KTM, my parents and my sponsors we came to the decision, that we will do our project World Championships”, explained Kofler, who participated at four Moto3 rounds in the last three years. Three times he raced on home soil at Spielberg and his fourth start was 2019 at Silverstone.

“I’m really looking forward to the upcoming events and everything, that the World Championship offers”, reported Kofler, who has a tough year ahead of him. Not only because of racing as the young Austrian wants to make his Higher School Certificate in 2020: “It will be a big challenge to lump everything together, but I’m feeling good”. His father Klaus infected him with moto racing, who also rode Moto Cross, Supermoto and Road Racing. So Maximilian and his younger brother Andreas (15), who is also racing, grew up in the paddock.

His new Team CIP-GREENPOWER (Centre International de Pilotage) is situated in the south of France and participate at World Championship since 2006. Four years later the Japanese rider Shoya Tomizawa won the first race for the outfit of Alain Bronec, owner and former World Championship rider for several years. After the maiden victory several riders managed to score podiums for the French team. This season South-African Darryn Binder finished second in Argentine at Moto3.

With Italian Maurizio Cambarau Kofler gets an experienced crew chief, who can look back at several years at highest level of motorcycle sports. Riders coach Max Sabbatani is also a common face for the Kofler family as Maximilians father Klaus raced against the Italian at European Championship. Sabbatani won the European title in 1998 and raced at World Championship until 2004. Now he takes care of the young riders. The team is situated in Alés in Occitania, in the north of Montpellier.

“We are very happy to welcome Maximilian in our team for the 2020 season. As usual, we want to train young riders to the highest level of performances, and we hope that Maximilian will open himself up within our team and that he will make progress. For sure, he will not only benefit from the technical experience of our team and KTM, but also from Darryn Binder’s, his teammate.”

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