Andreas Kofler krönt sich zum IDM-Meister

Marc Zeiringer • 22. September 2024

Mit einem sechsten Rang und einem Sieg zum Titel in der Supersport

Mit einem sechsten Platz im ersten Lauf des Finales der Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft fixierte Andreas Kofler den Titelgewinn für Yamalube Motorsport Kofler in der Supersport-Klasse. Wenig später legte der frischgebackene Meister noch mit einem Sieg im zweiten Rennen nach, sein insgesamt fünfter Erfolg in der Saison. Für Teamkollegen Lennox Lehmann war das Finale am Hockenheimring hingegen zum Abhaken. Der Dresdner stürzte in Lauf eins und sammelte auch keine Punkte nach einem technischen Defekt in Lauf zwei. Der Serienrookie schloss das Jahr als Sechster in der Meisterschaft ab. Maximilian Kofler beendet seine Debütsaison in der Superbike als Zehnter. Damit wurde er bester Rookie, bester Yamaha-Pilot und bester Österreicher in der Endabrechnung. In Hockenheim glänzte er mit den Rängen neun und sieben am Sonntag.

Der Start im ersten Rennen der Supersport-Klasse verlief zunächst nicht nach Wunsch. Sowohl Andreas Kofler als auch Lehmann mussten einige Plätze einbüßen. Der Österreicher lag allerdings stehts auf Meisterschaftskurs, da der schärfste Konkurrent Luca de Vleeschauwer nicht über Platz drei hinauskam. Am Ende platzierte sich Kofler auf dem sechsten Rang und konnte so den Titel unter großem Jubel des Teams vorzeitig fixieren.

"Das erste Rennen war wirklich nicht gut. Ich habe einen Fehler gemacht, der mich von Platz drei auf sechs zurückgeworfen hat. Ich habe dann noch etwas versucht, aber auch schnell erkannt, dass es keinen Sinn macht. So bin ich den Meistertitel sicher ins Ziel gefahren. Es war beim Überfahren der Ziellinie eigentlich kein besonderes Gefühl. Erst die Minuten und Stunden danach waren dann schön, wenn man realisiert, was wir in dieser Saison geleistet haben und das alles einfach gut ausgegangen ist“, erklärte der 20-Jährige nach seinem Titeltriumph.

Nicht viel zu lachen hatte Lehmann nach dem ersten Rennen. Zwei Runden vor Schluss stürzte er in der Sachskurve und konnte somit den Lauf nicht zu Ende fahren. Er verlor damit auch viel Boden auf den Meisterschaftszweiten Vleeschauwer und fiel vor dem zweiten Rennen in der Gesamtwertung auf Rang sechs zurück.

"Beim ersten Rennen habe ich einen schlechten Start gehabt, die Pace wäre gar nicht so schlecht gewesen. Ich habe am Start einfach schon viel zu viel verloren und habe dann noch alles versucht. Dabei habe ich einen Fehler in der Sachskurve gemacht, das Vorderrad hat sich eingedreht und ich bin gestürzt. Das passiert", erzählte der gefasster Dresdner nach dem Rennen.

Das zweite Rennen bereitete ein weiteres Mal an diesem Wochenende Freud und Leid. Andreas Kofler holte in einem turbulenten Rennen nach rotbedingter Unterbrechung seinen fünften Sieg dieser Saison. Er setzte sich in einem engen Kampf vor Dirk Geiger und Twan Smits durch. Lehmann sorgte durch einen technischen Defekt und dadurch resultierenden Ölspur eine 20-minütige Unterbrechung. Somit blieb er in der Meisterschaft auf dem sechsten Platz.

"Das zweite Rennen war durch die rote Flagge durch den Ausfall von Lennox etwas chaotisch. Ich habe mich extrem gut gefühlt und ich hatte super Fights mit Dirk Geiger und Twan Smits. Ich habe in jeder einzelnen Runde Spaß gehabt und auf den Meistertitel dann noch einen Rennsieg draufzusetzen ist unvorstellbar“, resümierte der frischgebackene Meister das finale Rennen der Saison.

Lehmann fasste seinen Auftritt am Hockenheim nach einem jähen Enden im zweiten Rennen wie folgt zusammen: "Insgesamt war es ein schweres Wochenende. Ich war nie so wirklich am Speed der Spitze mit dabei. Das zweite Rennen hat dann leider auch ein frühes Ende genommen. Da hatten wir leider einen technischen Defekt, aber insgesamt mit der Saison können wir super happy sein.

Top 10 in der Superbike-Endabrechnung für Maximilian Kofler

In der Superbike zeigte Maximilian Kofler am Vormittag von Beginn an eine starke Leistung und beendete das erste Rennen auf Platz neun. Er hielt somit seinem Startplatz vom gestrigen Qualifying. Größter Konkurrenz um den zehnten Platz in der Gesamtwertung Jan Mohr klassierte sich auf dem vierten Platz. Damit überholte er Kofler um zwei Punkte.

"Rennen eins war schon sehr gut, denn mit P9 und dem geringsten Abstand von knapp 10 Sekunden zum Sieger in dieser Saison bin ich sehr zufrieden. Auch die Pace über das gesamte Rennen war sehr konstant und gut", meinte Kofler.

Am Nachmittag in Rennen zwei entwickelte sich nach einem starken Start von Kofler ein enger Kampf mit dem Österreicher Jan Mohr um den zehnten Meisterschaftsplatz. Mohr fiel nach einem Kontakt mit Kofler aus und ebnete so ihm den Weg zum Platz zehn. Damit beendet er die Meisterschaft als beste Yamaha und bester Österreicher.

Ins zweite Rennen konnte ich richtig gut hinein starten. Ich konnte einige Gegner überholen und habe mich auf P7 nachvorgekämpft. Schade war es, dass Jan Mohr leider gestürzt ist. Wir sind leicht aneinander gekommen. Er war hinter mir und hat mich berührt und ist dann gestürzt. Man kann mit dem Wochenende und mit der gesamten Saison sehr zufrieden sein“, merkte der 24-Jährige an.

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